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Express CNC-Teile

 

– inkl. Oberflächenbehandlung

Brünieren

Was ist Brünieren?

Zur Erzeugung eines Korrosionsschutzes für eisenhaltige Oberflächen werden Werkstücke beim Brünieren in Bäder mit sauren bzw. alkalischen Lösungen oder Salzschmelzen getaucht, wobei man zwischen Heiß- und Kaltbrünierung unterscheiden kann. Durch diesen Prozess bildet sich eine Oxidschicht von markanter tiefschwarzer Farbe auf der Oberfläche, deren Dicke etwa 1 µm beträgt. Im Gegensatz zum Phosphatieren und Chromatieren wird beim Brünieren ausschließlich Sauerstoff und keine anderen chemischen Elemente als Sauerstoff in die Schicht eingelagert. Durch die geringe Schichtdicke wird zudem die Maßhaltigkeit der Werkstücke durch die Behandlung kaum beeinträchtigt. Aufgrund dieser Eigenschaft und seiner geringen thermischen Belastung (< 150°C), was Gefügeveränderungen verhindert, ist das Brünieren eines der am häufigsten eingesetzten Verfahren im Maschinen- und Werkzeugbau. Geeignet zum Brünieren sind un- und niedriglegierte Stähle sowie Gusseisen. Auch gehärtete Stähle können brüniert werden. Das Brünierverfahren ist in Deutschland in der DIN 50938 und international in der ISO 11408 genormt.

Brüniertes Zahnrad
Durch Brünierung geschwärzte Schrauben

Eigenschaften und Nutzen

Die Eisenoxidschicht, die durch den Brüniervorgang entsteht ist weitgehend biege- und abriebbeständig und hält hohen Temperaturen von bis zu 300°C stand. Sie erhöht die Beständigkeit der Werkstücke gegenüber mechanischen Belastungen und erzeugt einen leichten Korrosionsschutz, (z.B. gegen Handschweiß, Lösemittel und Lacke), was für einen Einsatz innerhalb von Gebäuden oft ausreicht. Durch die zusätzliche Behandlung mit Fetten, Ölen oder Wachs, die in die poröse Brünierschicht eingelagert werden, kann die Schutzwirkung noch weiter erhöht werden. Die bei der Brünierung entstandenen Oberflächen zeichnen sich durch eine erhöhte Reibfestigkeit aus und bieten Vorteile bei Einlaufverhalten und Notlaufeigenschaften. Schmierstoffe haften besser an als auf unbehandelten Bauteilen und die Gefahr von Kaltverschweißungen von Gleitflächen wird durch Brünierung verringert. 

Einsatzbereich

Am häufigsten zum Einsatz kommt die Methode im Bereich Maschinen- und Werkzeugbau, wo das Brünieren eine beliebte Methode für einen einfachen Korrosionsschutz ist. Weiterhin kommt die Brünierung häufig als Vorbehandlung für weitere Oberflächenbehandlungen (wie z.B. Lackieren), zur Erzeugung eines besseren Haftgrundes, zum Einsatz. Zusätzlich zu seinen Schutzeigenschaften erfolgt Brünieren häufig aus optischen Gründen. Eisenwerkstücken kann durch den Prozess ein antikes Aussehen verliehen werden, welches beispielsweise bei den Beschlägen von rustikal wirkenden Möbeln beliebt ist. Häufig eingesetzt wird das Verfahren auch bei Feuerwaffen (insbesondere Pistolen) sowie Klingen von Stichwaffen.  Da es aufgrund der geringen thermischen Belastungen zu keinen Veränderungen im Gefüge kommt und die Werkstücke durch die geringe Schichtdicke maßhaltig bleiben, kann das Verfahren auch bei Messwerkzeugen zum Einsatz kommen.

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