Wenn sich Produkte noch in der Entwicklung befinden, ändern sich Anforderungen häufig mit jeder Iteration. In dieser Phase wird die Beschaffung schnell zum kritischen Faktor: Fehlen Bauteile oder verzögern sich Abstimmungen, geraten Tests und Optimierungsschleifen ins Stocken. CeiliX setzt daher im Prototypenbau und in der Vorserienfertigung auf digitale Beschaffung mit FACTUREE.
Im Fokus stehen komplexe Komponenten für den InfinityCrane – ein modulares, schienengeführtes Deckenautomationssystem. Über FACTUREE erhält CeiliX benötigte Zeichnungsteile kurzfristig, kann Designänderungen flexibel umsetzen und interne Ressourcen im Einkauf gezielt entlasten.
Die CeiliX Technology GmbH entwickelt Automatisierungslösungen für Logistik- und Fertigungsumgebungen, bei denen Transport- und Handlingprozesse an die Hallendecke verlagert werden. Kernprodukt ist der InfinityCrane mit seiner schienengeführten Antriebseinheit „SkyRunner“, die Lasten omnidirektional im Deckenraum bewegt. Das Deckenkransystem bewältigt je nach Auslegung Lasten bis über eine Tonne.
Komplexe Bauteile, hoher Variantenmix – begrenzte Einkaufsressourcen
CeiliX verfügte in der frühen Entwicklungsphase des InfinityCrane über keine eigene, spezialisierte Einkaufsabteilung. Gleichzeitig stellte die Beschaffung hohe Anforderungen: Für das Deckenkransystem werden hochpräzise Frästeile in CNC-3-Achs-Bearbeitung benötigt – mit engen Toleranzen, unterschiedlichen Legierungen, diversen Gewinden, Helicoils sowie spezifischen Oberflächenbeschichtungen wie galvanischen Verfahren. Hinzu kamen regelmäßige Konstruktionsanpassungen im Prototypenstadium.
„Diese Kombination führt im Einkauf schnell zu hohem Koordinationsaufwand: Lieferantensuche, technische Klärungen, Abstimmungen zu Nachbearbeitungen und Qualität – oft über mehrere Einzelzulieferer hinweg“, erklärt Dr.-Ing. Torsten Siedel, CTO der CeiliX Technology GmbH. „Wir brauchten daher ein Beschaffungsmodell, das Zeichnungsteile inklusive Nachbearbeitung zuverlässig abdeckt, ohne dass intern ein großer Lieferantenpool aufgebaut und gemanagt werden muss.“
Eine zentrale Schnittstelle statt vieler Einzelzulieferer
In dieser Phase entschied sich CeiliX für die Zusammenarbeit mit FACTUREE. Ausschlaggebend war, dass dieses Beschaffungsmodell mit nur einem Vertragspartner und einer zentralen Schnittstelle auskommt – bei gleichzeitigem Zugriff auf ein breites Fertigungsnetzwerk.
FACTUREE bündelt die Kompetenzen von über 2.000 geprüften Fertigungspartnern weltweit und übernimmt den gesamten Prozess von der Anfrage über die Fertigung bis zur Nachbearbeitung und Lieferung. Haftungsfragen, Auditanforderungen und administrativer Aufwand werden zentral über den Beschaffungsdienstleister gesteuert. Die digitale Abbildung aller Prozessschritte sowie KI-gestützte Methoden unterstützen eine effiziente Lieferantenauswahl und wirtschaftliche Fertigungsentscheidungen.
„Besonders überzeugt hat uns, dass wir mit FACTUREE nur einen Vertragspartner haben und gleichzeitig von einem breiten Netzwerk an Fertigern profitieren“, so Dr.-Ing. Torsten Siedel. „Wir haben einen festen Ansprechpartner, der uns berät und unterstützt. Das Sourcing und alle weiteren nachgelagerten Prozesse übernimmt FACTUREE. Dadurch reduzieren sich Lieferantenmanagement und Abstimmungsschleifen bis auf ein Minimum.“
(Erfahren Sie hier mehr über das Geschäftsmodell und die Vision von FACTUREE.)
Agile Beschaffung unterstützt schnelle Entwicklungszyklen
CeiliX setzt die über FACTUREE beschafften Bauteile in Forschung und Entwicklung sowie in der Vorserie ein. Die Spannweite reicht vom Einzelteil im Prototypenbau über iterative Anpassungen bis hin zur Kleinserie für erste Kundenauslieferungen.
Der operative Ablauf ist bewusst schlank gehalten: Nach Abschluss einer Konstruktionsphase werden die CAD-Daten digital übermittelt, technisch geprüft und beauftragt. Prototypen können so gefertigt, getestet und bei Bedarf kurzfristig nachbestellt oder in angepasster Form neu beauftragt werden. Auf diese Weise lassen sich Entwicklungszyklen eng takten, ohne dass die Beschaffung zum Engpass wird.
„Wichtig ist für uns die persönliche und lösungsorientierte Abstimmung – etwa bei Toleranzen oder galvanischen Beschichtungen. So können wir technische Details schnell klären und Änderungen ohne lange Schleifen in die nächste Iteration überführen“, sagt Dr.-Ing. Torsten Siedel.
Spürbare Entlastung im Sourcing und verkürzte Time-to-Market
Der Beschaffungsprozess funktioniert seit Beginn der Zusammenarbeit stabil und transparent. Durch die zentrale Abwicklung erhält CeiliX fertig spezifizierte Bauteile – inklusive Helicoils und definierter Oberflächen. Separate Beauftragungen von Spezialverfahren oder die Koordination mehrerer Dienstleister entfallen.
„Der Wegfall der eigenen Lieferantensuche – insbesondere für Spezialverfahren – spart uns erhebliche Ressourcen im Sourcing. Mit Hilfe von FACTUREE konnten wir die Time-to-Market unseres InfinityCrane deutlich verkürzen“, erklärt Dr.-Ing. Torsten Siedel. „Die hohe Qualität der Bauteile stellt sicher, dass unser System auch im industriellen Einsatz die erwartete Performance liefert: Selbst Lasten im Tonnenbereich lassen sich präzise und mit minimalem Kraftaufwand bewegen – oft reicht ein Finger zum Anschieben.“
Skalierbare Beschaffung für den weiteren Ausbau
Nach dem erfolgreichen Start der Vorserie plant CeiliX, die Serienfertigung schrittweise auszubauen. Der InfinityCrane ist modular konzipiert und wird bereits in Deutschland, Österreich, Schweden, Belgien und den USA eingesetzt. Die weltweite Nachfrage steigt und somit gewinnt auch Skalierbarkeit weiter an Bedeutung.
CeiliX sieht FACTUREE daher auch künftig als zentralen Partner, um Produktionskapazitäten flexibel zu erweitern und die Beschaffung von Zeichnungsteilen bei wachsendem Volumen weiterhin über eine zentrale Schnittstelle zu organisieren.
FACTUREE Erfahrungen zusammengefasst
- Signifikante Ressourceneinsparung im Sourcing – Lieferantensuche, technische Abstimmungen und Nachbearbeitung über einen zentralen Partner abgewickelt.
- Kürzere Time-to-Market durch agile Beschaffung – Konstruktionsänderungen kurzfristig umsetzbar, ohne Entwicklungszyklen zu unterbrechen.
- Komplexe Anforderungen verlässlich erfüllt – CNC-Frästeile mit engen Toleranzen, diversen Legierungen, Helicoils und galvanischen Beschichtungen aus einer Hand.
- Fester Ansprechpartner statt Lieferantenpool – ein Vertragspartner für den gesamten Prozess von Anfrage bis Lieferung.
- Hohe Bauteilqualität sichert Systemperformance – präzise gefertigte Komponenten ermöglichen Lastbewegungen im Tonnenbereich mit minimalem Kraftaufwand.


