FACTUREE vereinfacht die Beschaffung in der E-Mobility-Branche
Kurzporträt FACTUREE
FACTUREE bietet eine zukunftsorientierte All-in-One-Lösung für die schnelle, zuverlässige und zeitgemäße Beschaffung von Zeichnungsteilen jedweder Art aus einer Hand. Mit einem Netzwerk von über 2.000 Fertigungspartnern und rund 15.000 Maschinen deckt das Unternehmen alle gängigen Verfahren wie CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, 3D-Druck und Guss ab. Von Prototypen bis zur Großserie bietet FACTUREE maximale Lieferfähigkeit und Resilienz für Branchen wie den Maschinenbau, Automotive und die Luftfahrt. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Siemens sowie KMU und Forschungseinrichtungen.
Weitere Informationen: www.facturee.de
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Der europäische Markt für Elektrofahrzeuge wächst – und mit ihm die Modellvielfalt. Für den Einkauf wächst damit die Bandbreite der Bauteil- und Fertigungsanforderungen. Der Digital-Procurement-Spezialist FACTUREE bündelt die Beschaffung individuell gefertigter Zeichnungsteile über eine zentrale Schnittstelle und ermöglicht den Zugriff auf unterschiedliche Fertigungstechnologien und Kapazitäten. Wie dieses Modell in der Praxis zum Einsatz kam, zeigt das Förderprojekt eTaxi Austria: Für die vom österreichischen Technologieunternehmen Easelink entwickelte Ladetechnologie „Matrix Charging“ lieferte FACTUREE verschiedene Aluminiumkomponenten.
Der Markt für Elektrofahrzeuge hat 2025 in Europa deutlich angezogen. Nach Angaben der International Energy Agency (IEA) stiegen die Verkäufe von Elektroautos einschließlich Plug-in-Hybriden gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent auf 4,2 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig nahm die Zahl der verfügbaren Elektroauto-Modelle um knapp 35 Prozent zu. Für 2026 erwartet die IEA, dass rund jedes dritte in Europa verkaufte Auto elektrisch sein wird.
Mit der wachsenden Vielfalt der E-Fahrzeuge nimmt auch die Bandbreite der Anforderungen an die Bauteilbeschaffung zu. Je nach Anwendung unterscheiden sich Bauteiltypen, Materialien, Fertigungsverfahren und Oberflächen. Hinzu kommen unterschiedliche Stückzahlen, Automotive-spezifische Qualitätsvorgaben und die erforderliche Dokumentation.
„Für den Einkauf bedeutet diese Vielfalt, dass immer mehr Faktoren zusammengebracht werden müssen: Fertigungsverfahren und Stückzahlen, geeignete Kapazitäten, Qualität und Dokumentation“, erklärt Moritz König, CEO und Founder von FACTUREE. „Wer dafür einzelne Fertigungspartner suchen, qualifizieren und steuern muss, hat einen erheblichen Beschaffungsaufwand. Wir bündeln diese Bedarfe über eine zentrale Schnittstelle.“
eTaxi Austria erprobte automatisiertes Laden mit FACTUREE-Bauteilen
Im vom österreichischen Klima- und Energiefonds geförderten F&E-Pilotprojekt „eTaxi Austria“ wurde die automatisierte konduktive Ladetechnologie „Matrix Charging“ von Easelink im realen Taxibetrieb in Wien und Graz erprobt. Das Projekt, das von Juni 2021 bis März 2025 lief, wurde erfolgreich abgeschlossen. eTaxi Austria gilt als weltweit größtes Pilotprojekt für automatisiertes Laden.
Das System besteht aus dem Matrix Charging Connector im Fahrzeugunterboden und einem Ladepad am Parkplatz. Steht das Fahrzeug über dem Pad, wird der Connector automatisch abgesenkt und stellt die Verbindung für den Ladevorgang her. Das manuelle Anschließen eines Ladekabels entfällt.
Für den Matrix Charging Connector lieferte FACTUREE verschiedene kleine Dreh- und Frästeile aus Aluminium. Dabei kamen unterschiedliche Fertigungstechniken und Oberflächenbehandlungen aus dem FACTUREE-Lieferantennetzwerk zum Einsatz. Matrix Charging bewährte sich im eTaxi-Betrieb und lieferte zugleich eine technische Validierung für internationale Fahrzeughersteller. Die Erkenntnisse fließen in weitere Projekte, die Standardisierung und Serienentwicklung der Technologie ein.
Von CNC bis Spritzguss über eine Schnittstelle
FACTUREE bündelt die Beschaffung von Zeichnungsteilen über ein Netzwerk von mehr als 2.000 geprüften Fertigungspartnern und rund 15.000 Maschinen. Das Spektrum reicht von CNC- und Blechbearbeitung über Gießverfahren und Spritzguss bis zur additiven Fertigung und verschiedenen Oberflächenbehandlungen. Auch Nachbearbeitung, Qualitätssicherung und Dokumentation werden über FACTUREE abgewickelt. Für den Kunden ist das Unternehmen zentraler Vertrags- und Ansprechpartner.
Im Bereich Antrieb und E-Mobilität werden von Marktteilnehmern über FACTUREE unter anderem Motoren- und Batteriegehäuse, Inverter-Kühlkörper, Stromschienen und Ventilkomponenten beschafft.
Automotive verlangt dokumentierte Qualität
Die Anforderungen an Qualitätsmanagement und Nachweisführung in der Automobilindustrie entwickeln sich weiter. Aktuell arbeitet die International Automotive Task Force (IATF) an der zweiten Ausgabe der IATF 16949. Gleichzeitig aktualisieren Automobilhersteller ihre kundenspezifischen Anforderungen an das Qualitätsmanagement.
Für Hersteller und Zulieferer müssen Bauteile dabei nicht nur Geometrie- und Materialvorgaben erfüllen. Insbesondere in der Serienfertigung gilt es, definierte Qualitätsanforderungen reproduzierbar einzuhalten und entsprechend zu dokumentieren.
FACTUREE ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Für Automotive-Projekte kann der Beschaffungsdienstleister auf Fertigungspartner zurückgreifen, die bei Bedarf branchenspezifische Nachweise wie IATF 16949 bereitstellen. Darüber hinaus können Erstmusterprüfberichte (EMPB), PPAP-Freigaben und Materialzeugnisse nach EN 10204 bereitgestellt werden. Die Qualitätssicherung umfasst je nach Projekt Dokumentation, Zwischenprüfungen und Messprotokolle sowie eine doppelte Endkontrolle beim Fertigungspartner und bei FACTUREE oder unabhängigen Prüfstellen. Auch der Schutz sensibler Entwicklungs- und Fertigungsdaten ist nachgewiesen: FACTUREE ist nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert.
Abhängigkeiten in der Lieferkette reduzieren
Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Störungen internationaler Lieferketten erhöhen die Bedeutung der Versorgungssicherheit in der eMobility-Branche. Für Hersteller und Zulieferer wird es wichtiger, Abhängigkeiten von einzelnen Bezugsquellen zu reduzieren und alternative Fertigungskapazitäten verfügbar zu halten.
FACTUREE verfolgt dafür eine Anti-Single-Source-Strategie und sichert die Lieferfähigkeit systematisch ab. Integrierte Second-Source-Optionen reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Fertigern und minimieren das Risiko von Produktionsausfällen.
„Gerade in einem volatilen Marktumfeld ist es wichtig, bei der Beschaffung flexibel reagieren zu können“, sagt Moritz König. „Unser Netzwerk ermöglicht es, unterschiedliche Fertigungsverfahren und Kapazitäten über einen zentralen Beschaffungspartner abzudecken – vom ersten Bauteil bis zur Serie.“


