overlay
Angebot
erhalten

CNC-Drehteile

 

– schnell und verlässlich

Als Online-Fertiger ermöglicht Ihnen FACTUREE die hochpräzise Fertigung von CNC-Drehteilen aus Metall oder Kunststoff durch die Fertiger unseres großen Netzwerks. Durch die ständig wachsende Anzahl unserer Fertigungspartner können wir in nahezu unbegrenzter Stückzahl produzieren und haben immer freie Kapazitäten. Selbst für anspruchsvolle Projekte erfolgt die Auslieferung Ihres Auftrages ab Auftragserteilung in der Regel innerhalb von 9 bis 12 Arbeitstagen. Steht Ihnen bei Ihrem Projekt mehr Zeit zur Verfügung, können Sie auch von unseren günstigen Economy-Angeboten profitieren. Die von Ihnen gewünschten Metalle und Kunststoffe werden je nach Anforderung beispielsweise mittels Automatendrehen oder Langdrehen nach Ihren Wünschen bearbeitet. Neben Vor- und Kleinserienfertigungen sowie dem Erstellen von Prototypen übernehmen wir auch Aufträge zur Großserienfertigung.

Der Großteil unserer Kunden mittelständische deutsche Unternehmen, das gesamte Kundenspektrum reicht jedoch von kleinen Ingenieurbüros bis hin zu internationalen, börsennotierten Industriebetrieben. Hinsichtlich der Materialauswahl stehen Ihnen eine große Auswahl an Metallen (Stähle, Edelstähle, Aluminiumlegierungen, Kupfer, Bronze, Messing, Titan u.v.a.) sowie Kunststoffe (PEEK, PMMA, POM, PTFE, PVC etc.) zur Verfügung. Während die aus Kunststoff gefertigten Teile in der Regel im Rohzustand belassen werden, bieten wir für CNC-Drehteile aus Metall auch eine Komplettfertigung inkl. Oberflächenbehandlung an – wie das Eloxieren von Aluminium, das Brünieren von Stählen, Wärmebehandlungen wie Nitrieren oder Härten sowie mechanische Behandlungen wie Gravieren, Polieren, Schleifen etc. Ihr Vorteil: Sie erhalten damit alles aus einer Hand und ersparen sich die umständliche Beauftragung mehrerer Dienstleister.

Warum CNC-Drehteile bei FACTUREE bestellen?

  • Express-Lieferung innerhalb von 9 – 12 Arbeitstagen
  • Stets freie Kapazitäten durch großes Fertigernetzwerk
  • Angebot meist noch am selben Tag
  • Zuverlässig pünktliche Lieferung

Leistungsübersicht CNC-Drehen

  • CNC-Komplettbearbeitung
  • Prototypen- und Kleinserienfertigung
  • Fertigung auch von größeren Mengen
  • Große Auswahl an Materialien und Oberflächenbehandlungen

Fertigungsspektrum von FACTUREE

Durch sein großes Netzwerk an Fertigungspartnern kann FACTUREE ein breitgefächertes Spektrum an unterschiedlichsten CNC-Drehteilen anbieten. Generell sollten dabei jedoch folgende Spezifikationen eingehalten werden:

  • Länge: 0.5mm – 2500mm
  • Durchmesser: 0,5mm – 1000mm
  • Stückzahl: bereits ab 1 Stk.
  • abweichende Maße auf Anfrage möglich

Nutzen Sie unser komfortables Anfrageformular und erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden ein unverbindliches Angebot für Ihre CNC-Drehteile.

Drehteile und Werkzeuge zur Drehbearbeitung

Was ist CNC-Drehen?

CNC-Drehen ist ein Fertigungsverfahren, bei dem das zu bearbeitende Werkstück mit hoher Geschwindigkeit um seine eigene Achse rotiert, während ein fester Drehmeißel an das Werkstück gehalten wird. Dieses Werkzeug trägt durch Vorschubbewegungen gleichmäßig Material in Form von Spänen ab, bis der Körper die gewünschte Form erhält.

Somit ist sind sowohl das CNC-Drehen und auch das CNC-Fräsen ein Fertigungsverfahren, das der Zerspanungstechnik zugeordnet werden kann. Die Abkürzung CNC steht für Computerized Numerical Control und bedeutet, dass die numerische Steuerung über einen Computer erfolgt und somit auch komplexe Werkstücke mit einer hohen Präzision automatisch gefertigt werden können.

Einsatzbereich von CNC-Drehen

CNC-gefertigtes Drehteil

Anders als beim CNC-Fräsen können beim CNC-Drehen ausschließlich rotationssymmetrische Körper erzeugt werden. Klassischerweise handelt es sich dabei um zylindrische oder kegelförmige Körper. Ebene Flächen treten ausschließlich rechtwinklig zur Rotationsachse auf und Bohrungen verlaufen an dieser entlang. Sollen an dem Werkstück zusätzlich auch Fräsarbeiten oder Bohrungen abseits der Drehachse vorgenommen werden, benötigt man zur Bearbeitung eine Drehmaschine mit angetriebenem Werkzeug oder ein CNC-Bearbeitungszentrum. In diesem Fall spricht man auch von CNC-Komplettbearbeitung. Für die CNC-Drehbearbeitung geeignete Materialien sind insbesondere Stähle, Aluminium- und Kupferlegierungen sowie zerspanbare Kunststoffe.

Automatendrehen für einfache Konturen

Das Automatendrehen wird insbesondere für sehr große Werkstückserien eingesetzt. Es können in diesem Fertigungsverfahren unterschiedliche Bearbeitungsprozesse im gleichen Spannvorgang durchgeführt werden. In der Regel gibt es mehrere Werkzeugrevolver, die verschiedene Werkstücke gleichzeitig bearbeiten. Durch diese effiziente Bearbeitung erreicht man schnelle Zykluszeiten und kann so die Kosten insbesondere bei umfangreichen Produktionen minimieren. Das Werkzeug bewegt sich beim Automatendrehen entlang der Z-Achse, während das Material stationär bleibt.

Langdrehen für die Fertigung schlanker Drehteile

Das CNC-Langdrehen wird für die Produktion von kleinen, komplexen Präzisionsteilen und von langen, schmalen Werkstücken eingesetzt. Das Rohmaterial bewegt sich entlang der Z-Achse. Die angetriebenen Werkzeuge auf der Langdrehmaschine sind in der Lage, Löcher, Gewinde oder gefräste Flächen einzuarbeiten. Die meisten Langdrehmaschinen haben ein Lademagazin, in das der Bearbeiter das Stangenmaterial einlegt. Die Maschine zieht dieses Material ein, bearbeitet es und wirft das fertige Werkstück auf ein Förderband.

Beispiele für verschiedene Drehverfahren

  • Plandrehen für die Bearbeitung von Werkteilen 

Das Plandrehen ist ein Verfahren zur Erzeugung einer ebenen Fläche senkrecht zur Drehachse. Man unterscheidet zwischen einem Querplandrehen als erste Drehoperation und einem Querabstechplandrehen (kurz: Abstechen), um an einem Werkstück drei Flächen gleichzeitig zu erzeugen.

  • Formdrehen für die Erzeugung komplexer geometrischer Formen

Bei diesem Fertigungsverfahren entsteht die endgültige Form des Werkzeugs durch die Vorschub- bzw. Schnittbewegung des Werkstücks. Die Hauptschneide des Formdrehmeißels besitzt dabei bereits die Form des zu erzeugenden Drehteils. Beim Freiform drehen wird die Bewegung des Drehwerkzeugs per Hand gesteuert, beim NC-Formdrehen erfolgt die Steuerung des Werkzeugs über ein NC-Programm.

  • Kegeldrehen für wellenförmige Drehteile

Beim Kegeldrehen werden an einem CNC-Drehteil konische Wellen erzeugt. Die Drehachse des Drehteils steht dabei in einem bestimmten Winkel zum Drehwerkzeug. Es können mit diesem Verfahren beispielsweise Metrische Kegel, Morsekegel, Hohlschaftkegel und Steilkegel erzeugt werden

  • Gewindedrehen für die Fertigung von CNC Drehteilen mit Gewinde

Um in ein CNC-Drehteil ein Gewinde einzuarbeiten, wird ein Gewindedrehmeißel verwendet, der bereits die Form des Gewindes hat. Das Werkzeug wird mehrmals nacheinander durch die gleiche Spur geführt, weil die Schnittkraft bei einem einzigen Vorschub nicht ausreichend wäre. Der Vorschub des Werkstücks entspricht der Gewindesteigung.

  • Wälzdrehen für die Erzeugung rotationssymmetrischer Wälzflächen

Dieses Fertigungsverfahren kommt zur Anwendung, um zylindrischen Drehstücken ein Profil zu geben. Das Drehen erfolgt mittels einer Wälzbewegung. Auf diese Weise entstehen rotationssymmetrische oder schraubenförmige Wälzflächen.

Komplettbearbeitung Ihrer Werkstücke

Die Komplettbearbeitung Ihrer Drehteile erfolgt in modernen CNC-Drehzentren. Sie ermöglichen eine wirtschaftliche Fertigung unter dem Einsatz verschiedener Fertigungstechniken wie dem Drehen, Bohren oder Fräsen. Die Produktionsabläufe sind bei unseren Fertigungspartnern so optimiert, dass die zu bearbeiteten CNC-Drehteile möglichst in einer einzigen Maschine und mit möglichst wenigen Aufspannungen bearbeitet werden und im Anschluss einbaufertig sind.

Das verringert die Produktionszeit und es sind kaum noch Nacharbeiten nötig. Eine flexible Maschinenkonstruktion ermöglicht auch die Komplettbearbeitung komplexer Drehteile inklusive vieler Passungen und Gewinde. Durch die Komplettbearbeitung der CNC-Drehteile in einer Aufspannung können Faktoren wie Kosten, Zeit und die Qualität der Arbeit für unsere Kunden optimiert werden.

Oberflächenbehandlungen der CNC-Drehteile

Für die Fertigung Ihrer CNC Drehteile bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk einen Full-Service an. Dazu gehört auf Ihren Wunsch auch die abschließende Oberflächenbehandlung der Werkstücke, um sie beispielsweise vor Korrosion, vor Verschleiß und frühzeitigen Alterungsprozessen zu schützen.

  • Wärmebehandlungen

Damit die Werkstücke im späteren Gebrauch den hohen Anforderungen an Langlebigkeit, Materialhärte- und Zähigkeit genügen können, werden zusätzlich Wärmebehandlungen an den Drehteilen durchgeführt. Dazu gehören das Härten von Eisenwerkstoffen, das Vergüten von Metallen, das Randschichthärten und das Nitrieren.

  • Galvanotechnik

Durch den Prozess der Galvanisierung, einem elektrolytischen Verfahren, bei dem das zu bearbeitende Drehteil als Kathode fungiert, entsteht eine Beschichtung auf der Oberfläche des Werkstücks. Dadurch erhöht sich unter anderem die Widerstandsfähigkeit des Drehteils. Zusammen mit unseren Partnern bieten wir u.a. das Brünieren, Passivieren, Phosphatieren, Verchromen, Vernickeln und Verzinken an.

  • Mechanische Bearbeitung

Auf Wunsch führen unsere Fertigungspartner nach der Herstellung der CNC Drehteile eine mechanische Bearbeitung mittels Schleifen und Polieren, Sand- oder Glasperlenstrahlen und Gravieren durch.

Sie erhalten damit alles aus einer Hand und ersparen sich die umständliche Beauftragung mehrerer Dienstleister.

Anwendungsbeispiele von CNC-Drehen

CNC-Drehteile sind üblicherweise zylindrische oder kegelförmige Körper. In der Auswahl der Rohmaterialien sind wir sehr flexibel. Sie können CNC-Drehteile aus über 50 verschiedenen Stählen in Auftrag geben sowie Teile aus Aluminium, über 40 verschiedenen Arten von Kunststoff und Metallen wie Kupfer, Bronze, Messing und Titan.

Bedarfsorientierte Fertigung von CNC Drehteilen nach Kundenwunsch

Die Produktion und die Fertigung von CNC-Drehteilen stehen angesichts der Digitalisierung und der Globalisierung unter einem starken Wettbewerbsdruck. Die Effektivität der Fertigung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Supply Chain Management spielt daher im Fertigungsalltag bereits heute eine zentrale Rolle. Durch die Entwicklung hin zur Industrie-4.0 werden sich Produktionszyklen perspektivisch weiter verkürzen.

Um sich langfristig Marktchancen zu sichern, benötigt die Produktion von CNC-Drehteilen ein Höchstmaß an Flexibilität. Diese führt jedoch immer auch zu Risiken, etwa bei der termingerechten Abarbeitung von Produktionsspitzen. Mit dem On-Demand-Service von FACTUREE sichern Sie sich gegen solche Risiken ab, da wir Ihre Aufträge reaktionsschnell umsetzen können und Ihnen damit das nötige Maß an Flexibilität ermöglichen, um auf Ihren Märkten zu bestehen.

Drehteile aus Metall

Stähle, Edelstähle, Aluminiumlegierungen sowie Kupfer, Messing, Bronze und Titan gehören zu den Materialien, die für die Fertigung von CNC-Drehteilen häufig angefragt werden. Bei unseren Fertigungspartnern sind diese Metalle konstant verfügbar, so dass wir Ihnen einen schnellen Auftragsstart garantieren können. Sie sparen die Kosten für die Materialbeschaffung- und Lagerung ein und profitieren von den Mengenrabatten unserer Fertigungsbetriebe. In der Metallverarbeitung kommen robuste Fertigungsmaschinen zum Einsatz, die in der Lage sind, die CNC-Teile auch in großer Stückzahl in hoher Präzision herzustellen. Die Kühlschmierung in den Maschinen sorgt dafür, dass die durch die Zerspanung entstandenen Späne aus dem Arbeitsraum transportiert werden und der Fertigungsprozess nicht durch die Reinigung unterbrochen wird.

Aluminium drehen

Herstellung eines Drehteils auf einer CNC-Drehmaschine

Für das Herstellen von Aluminium-Drehteilen werden höhere Schnittgeschwindigkeiten und geringere Schnittkräfte benötigt, als es beispielsweise beim Stahl drehen der Fall ist. Die Zerspanbarkeit von Aluminium hängt dabei ganz entschieden von den Legierungszusätzen ab. Reinaluminium ohne Legierungszusätze ist nämlich zum Drehen nicht geeignet. Die Zugfestigkeit ist hier zu gering, auch liegt der Schmelzpunkt von Reinaluminium mit 660° Celsius unter der Temperatur, die beim Drehen entsteht. Für das Aluminium drehen werden also Legierungen gebraucht, die die Festigkeit des Materials erhöhen. Ideal geeignet für Aluminium-Drehteile sind kaltverfestigte oder ausgehärtete Aluminiumlegierungen.

Stahl drehen

Beim Stahl drehen sind die Einstellungen der Schnittdaten immer an die Kategorie des zu bearbeitenden Stahls anzupassen. Im Groben werden Stähle in unlegierte, niedrig legierte und hoch legierte Stähle eingeteilt. Unlegierter Stahl hat einen Kohlenstoffanteil bis zu 0,55 %. Stahl-Drehteile aus unlegiertem Stahl herzustellen ist anspruchsvoll, da es häufig zu ungünstig geformten Spänen und der Bildung von Aufbauschneiden am Werkzeug kommt. Diese beinträchtigen die Geometrie negativ.

Bei niedrig legierten Stählen hängt die Zerspanbarkeit von der Zusammensetzung der Legierung und eventuellen Härtebehandlungen ab. Bei gehärteten Werkstoffen entstehen beim Herstellen von Stahl-Drehteilen hohe Temperaturen in der Schnittzone – bei der Bearbeitung ist hier besonders auf plastische Deformationen am Werkstück zu achten.

Hochlegierte Stähle umfassen Kohlenstoffstähle mit einem Legierungsanteil von bis zu 5 %. Je höher der Kohlenstoffanteil ist und je härter der Werkstoff, desto schlechter ist hier die Zerspanbarkeit. Hier sind Werkzeuge gefragt, die einen hohen Widerstand gegen Deformationen und stabile Schneidkanten aufweisen.

Edelstahl drehen

Edelstahl-Drehteile herstellen ist generell kein einfaches Unterfangen. Die Zerspanbarkeit der Edelstähle ist stark von dem verwendeten Legierungsanteil abhängig. Viele gängige Edelstähle weisen eine erhöhte mechanische Stabilität auf, was beim Edelstahl drehen zu hohen Temperaturen an der Schnittfläche sorgt. Beim Drehen von Edelstahl ist der Einsatz spezieller Kühlschmierstoffe daher unumgänglich. Durch kleine Einstellwinkel an der Werkzeugschneide lassen sich die sonst stark auftretenden Grate verringern. Die hohen Schnittkräfte, die beim Edelstahl drehen auftreten, bedingen weiterhin ein Werkzeug mit hoher Schneidkantenstabilität. Werden die Parameter nicht gründlich eingestellt, leidet vor allem die Oberfläche der Edelstahl-Drehteile.

runde Edelstahlprofile

Messing drehen

Messingdrehteile

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Will man Messing Drehteile herstellen, ist auch hier das Wissen um die Zusammensetzung des Werkstücks überaus wichtig. Als optimal zu zerspanen gilt das sogenannte Automatenmessing, eine Legierung auf Kupfer, Zink und geringem Bleianteil. Diese Messingsorte ist gut warmumformbar und begrenzt kaltumformbar. Für beste Zerspanbarkeit sollte die Sorte CuZn39Pb2 zum Messing drehen verwendet werden – bei Verwendung mit Drehautomaten gilt die Sorte CuZn39Pb3 durch den etwas höheren Bleianteil als ideal geeignet. Es ist allerdings auf einen ausreichenden Späneschutz zu achten. Messing ist ein kurzspanender Werkstoff, bei der Fertigung von Messing-Drehteilen „spritzen“ die kurzen Späne in alle Richtungen.

Weitere Metalle drehen

Neben den gängigsten Werkstoffen werden in der modernen Fertigung viele weitere Metalle und Metalllegierungen zerspant. Kupfer-Drehteile, Bronze-Drehteile oder Titan-Drehteile finden sich in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten – und stellen ganz eigene Ansprüche an die Fertigung. 

Beim Kupfer drehen wurde in der Vergangenheit für eine verbessere Zerspanung Blei beigesetzt. Blei sorgt für einen guten Spanbruch und wirkt schmierend. Leider ist Blei auch gesundheitsschädigend und wird daher mittlerweile nur noch selten als Legierungsbestandteil eingesetzt. Als Folge verschlechtert sich die Zerspanbarkeit und Prozesssicherheit von Kupfer deutlich. Durch verbesserte Werkzeug-Geometrien wird aktuell versucht, eine gute Zerspanbarkeit von Kupfer auch ohne Bleianteil zu generieren. Bronze verhält sich beim Drehen ähnlich wie Messing. Beim Bronze drehen wird hauptsächlich ohne Kühlschmierstoffe gearbeitet, die Zerspanung findet also „trocken“ statt. Bevorzugte Werkzeuge für die Verarbeitung aus Bronze bestehen aus Hochleistungsschnellstahl oder Hartmetall.

Die Zerspanung von Titan auf einer Drehmaschine ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe – denn Titan ist ein Metall mit vielen Eigenheiten. Eine der Besonderheiten liegt in der Kaltverfestigung des Materials, was die Bearbeitung deutlich erschwert. 

Klassische Drehwerkzeuge werden beim Titan drehen schnell stumpf – daher werden Drehmeißel oder Wendeschneidplatten benötigt, die eine noch größere Härte als das Werkstück aus Titan aufweisen. 

Vorsicht ist geboten beim Umgang mit Titanspänen: Die Späne sind leicht entzündlich und können schnell eine ganze Werkstatt in Brand setzen. Daher kommt dem dauerhaften Einsatz von Kühlschmierstoffen bei der Bearbeitung von Titan eine sehr große Bedeutung zu.

Titan Drehteil
gedrehtes Implantat aus Titan

Drehteile aus Kunststoff

Kunststoff Drehteile sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken – auch wenn sie in den wenigsten Fällen direkt ins Auge springen. Kunststoff Drehteile dienen als Verbindungselemente im Maschinenbau, werden als Abstandshalter im Handwerk oder als Führungsbuchsen, Dichtringe, Rollen  oder Federeinstellungen

 in den unterschiedlichsten Industrien weltweit eingesetzt. Das Kunststoff drehen erfordert dabei noch mehr als die Metallbearbeitung den Einsatz spezieller Werkzeuge. Der Grund hierfür liegt in der großen Vielfalt an Kunststoffen mit ihren ganz eigenen, unterschiedlichen Zerspanungsverhalten.

Kunststoffe drehen

Technische Kunststoffe wie Polyamid (PA), Polyethylenterephthalat (PET) oder Polyoxymethylen (POM) sind nur drei der vielen technischen Kunststoffe, die auf Drehmaschinen bearbeitet werden. Dabei stellt jeder Kunststoff ganz eigene, spezifische Anforderungen an das Werkzeug und die Bearbeitungsstrategie. 

Insbesondere die Geometrie der Schneide am Drehmeißel ist von größter Wichtigkeit für saubere Oberflächen bei der Zerspanung von Kunststoffen. Nur extrem scharfe Werkzeuge mit optimierter Spanfläche lassen die Kunststoffspäne „sauber“ vom Werkstück abfließen. Unbedingt zu beachten ist beim Kunststoff drehen die kontinuierliche Benetzung von Werkstück und Werkzeug mit ausreichend Kühlmittel. Da Kunststoffe stellenweise bei geringen Temperaturen schmelzen, kann eine falsche oder zu geringe Kühlmittelzufuhr zur Zerstörung des Werkstücks oder einer Beeinträchtigung der Maschine führen! Werden flexible Drehteile aus Kunststoff gefertigt, ist auf den Einsatz von Lünetten zurückzugreifen. Diese stützen das Werkstück zwischen Futter und Reitstock ab und verhindern so zuverlässig ein Durchbiegen und damit eine falsche Kontur.